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OstpreuĂen
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OstpreuĂen (niederpreuĂisch OstpreiĂen) war die nordĂśstlichste Provinz des bis 1945 bestehenden Staates PreuĂen.
Das ursprĂźngliche Siedlungsgebiet des baltischen Stammes der PruĂen wurde im 13. Jahrhundert zum Kernland des Deutschordensstaates, im 16. Jahrhundert zum Herzogtum PreuĂen unter polnischer Lehenshoheit, das 1618 durch Erbschaft an die hohenzollerschen KurfĂźrsten von Brandenburg fiel.
Bevor das Herzogtum PreuĂen 1525 entstanden war, hatte der Deutsche Ritterorden die in der historischen Landschaft PreuĂen ansässigen PruĂen gewaltsam unterworfen und christianisiert. âDer Ordensstaat wurde [bereits] als âPreuĂenâ bekannt, und die deutschen und slawischen Kolonisten [âŚ] nannten sich selbst PreuĂen.âcite-ref-1[1] Das Herzogtum PreuĂen ging aus dem grĂśĂten Teil des pruĂischen Gebietes, das Kerngebiet des Deutschordensstaates war, hervor.
KurfĂźrst Friedrich III. erhob das 1657 souverän gewordene Herzogtum zum KĂśnigreich PreuĂen, als er sich in dessen Hauptstadt KĂśnigsberg 1701 zum preuĂischen KĂśnig Friedrich I. krĂśnte. Als gemeinsamer Name fĂźr alle hohenzollerschen inner- und auĂerhalb des Heiligen RĂśmischen Reiches (HRR) liegenden Länder bĂźrgerte sich später die Kurzform PreuĂen ein. Als PreuĂen 1772 das westlich anschlieĂende Polnisch-PreuĂen unter der Bezeichnung WestpreuĂen annektiert hatte, verordnete KĂśnig Friedrich II. fĂźr den nordĂśstlichen Landesteil 1773 den Provinz-Namen OstpreuĂen.cite-ref-k30-2-0[2]
Zwischen 1824 und 1878 waren beide Provinzen zur Provinz PreuĂen vereinigt, ehe die Provinz PreuĂen wieder in Ost- und WestpreuĂen aufgeteilt wurde.
Gemäà dem Versailler Vertrag wurde WestpreuĂen 1920 mit Ausnahme seines 1772 in OstpreuĂen eingegliederten, Ăśstlich von Weichsel und Nogat liegenden Teils an Polen abgetreten. OstpreuĂen, von dem nur das Memelland abgetrennt wurde, blieb als Teil des Freistaates PreuĂen innerhalb des Deutschen Reiches bestehen.
1945 erhielt die Sowjetunion den Nordteil OstpreuĂens, und der sĂźdliche Teil wurde polnischer Hoheit unterstellt. Durch die in beiden Teilen anschlieĂend erfolgte Vertreibung der deutschen BevĂślkerung und die Neubesiedlung mit Polen und aus der Sowjetunion stammenden Bewohnern endete OstpreuĂen nach Ende des Zweiten Weltkriegs als historische Landschaft. Mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag vom September 1990 wurden die seit 1945 in OstpreuĂen de facto geltenden Besitzverhältnisse vĂślkerrechtlich verbindlich geregelt.
Contents
⢠Geographie
⢠Geschichte
⢠Stadtkreise
⢠Landkreise
⢠Politik
⢠Oberpräsidenten
⢠Wirtschaft
⢠Landwirtschaft
⢠Industrie
⢠Sprache
⢠Eigenart
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Anmerkungen
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Das Landschaftsbild des nĂśrdlichen OstpreuĂen wird von leicht gewelltem Flachland mit MoränenhĂźgeln, grĂśĂtenteils versteppten Wiesen und Feldern sowie viel Wald bestimmt, der von breiten Flussniederungen und Moorgebieten unterbrochen wird. GrĂśĂte FlĂźsse sind der Pregel und die Memel, weitere FlĂźsse sind die Ĺyna bzw. Lawa (Alle), die Angrapa (Angerapp), die Krasnaja (Rominte) und die Dejma (Deime). Angrenzend an das Kurische Haff im Nordwesten befinden sich die Elchniederung (Lossinaja Dolina) und das GroĂe Moosbruch, eine Moorlandschaft, die zum Teil trockengelegt worden ist.
Zwischen dem Kurischen Haff und dem Frischen Haff im SĂźden befindet sich das an die Ostsee grenzende Samland.
Das sĂźdliche OstpreuĂen ist durch die Masurische Seenplatte geprägt. Im SĂźdosten liegt die Rominter Heide mit dem Wystiter See und dem Wystiter HĂźgelland.
GroĂe Teile des Bodens gehĂśren zu den Bodenklassen 4 und 5. Als Rohstoffe sind Sand und Kies fĂźr das Bauwesen und Lehm, Torf und Ton fĂźr die keramische Industrie vorhanden. Etwa 30 Prozent OstpreuĂens sind bewaldet.cite-ref-3[3]
Neben der Hauptstadt KĂśnigsberg waren Elbing, Tilsit, Allenstein und Insterburg die grĂśĂten Städte (Zählung von 1939). Alle anderen hatten weniger als 50.000 Einwohner.
Durch die verhältnismäĂig geringe BevĂślkerungsdichte (66,5 Einwohnern je km²) konnten sich in OstpreuĂen viele im Rest des damaligen Deutschlands bereits ausgestorbene Tiere erhalten. So gab es 1945 in OstpreuĂen eine Population von Elchen und WĂślfen. Bis heute (2023) gibt es relativ viele StĂśrche, was auch Wesentliches Ăźber die dort vorherrschenden Landschaftsformen und ihre Bewirtschaftung aussagt.
Bekannt waren auch einige Ăl- und Gasvorkommen.
Geschichte
Ur- und FrĂźhgeschichte
Archäologische Funde bezeugen menschliche Besiedlung an der Sßdkßste der Ostsee am Ende der Weichsel-Eiszeit etwa im 11. Jahrtausend v. Chr. Die Vereisung hatte hier um 16.000 v. Chr. geendet. Im Besonderen sind die Memel-Kultur (ab 7.000 v. Chr.), die Narva-Kultur (ab 5.300 v. Chr.) und die Haffkßsten-Kultur (eine Gruppe der Schnurkeramik, ab 2.700 v. Chr.) nachgewiesen.
In der frĂźhen Eisenzeit (6.â1. Jahrhundert v. Chr.) lebten im Gebiet zwischen Ermland und Memel die Vertreter der Westbaltischen HĂźgelgräberkultur. Ein eisenzeitliches Gräberfeld mit etwa 3000 Gräbern wurde im Jahre 1873 zwischen Braunswalde und Willenberg nahe Marienburg gefunden. Die nach dieser Fundstätte benannten Braunswalde-Willenberg-Funde,cite-ref-4[4] heute auch als Wielbark-Kultur bezeichnet, zeichnet sich durch eine Mischung skandinavischer und kontinentaler Elemente aus und wird in der Forschung mit den in den antiken Quellen beschriebenen Goten verbunden. Zu deren Verbreitungsgebiet gehĂśrte, neben dem Gebiet um die WeichselmĂźndung und die Regionen sĂźdlich davon, der äuĂerste Westen OstpreuĂens. Die Goten siedelten im letzten Jahrhundert vor der christlichen Zeitenwende in das Gebiet um die untere Weichsel, wanderten aber ab etwa 200 n. Chr. nach SĂźdosten ab.
Im restlichen Gebiet OstpreuĂens war seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. die Westbaltische Kultur verbreitet, mit der Olsztyn-Gruppe, der Sudauer Gruppe, der Dollkeim-Gruppe und der Memelland-Gruppe. Spätestens deren Vertreter mĂźssen als baltische Gruppen angesehen werden.
98 n. Chr. berichtete Tacitus in seiner Germania Ăźber das Volk der Aesti gentes.cite-ref-5[Anmerkungen 1] Diese waren aller Wahrscheinlichkeit nach die Vorgänger der ab dem 9. Jahrhundert als PruĂen bezeichneten westbaltischen Stämme.
Im 2. Jahrhundert erwähnte Claudius Ptolemäus die Stämme der Galindai (ÎιΝίνδιΚ) und Sudinoi (ÎŁÎżĎ
δΚνοί), die wahrscheinlich den westlichen (Olsztyn-Gruppe) bzw. den Ăśstlichen Teil (Sudauer Gruppe) des später ostpreuĂischen Gebietes bewohnten.
In seiner um 550 verfassten Getica zählt der gotische Geschichtsschreiber Jordanes die Aesti zum Gotischen Reich, das bis etwa 375 nÜrdlich des Schwarzen Meeres gelegen hatte.
Im 9. Jahrhundert wird erstmals ein Volk namens Pruzzi erwähnt, von einem als Bayerischer Geograph bekannten Chronisten.
Die ostbaltischen Litauer wurden im 11. Jahrhundert erstmals beschrieben. Doch erst mit der Zeit der Christianisierung und der damit verbundenen Schriftkultur fing man an, schriftliche Dokumente zu fĂźhren, die detaillierte Informationen enthalten.
Die Prussia-Sammlung war die bedeutendste Sammlung archäologischer Fundstßcke.
PruĂische Stammesgebiete
siehe nebenstehende Landkarte; Aufzählung im Uhrzeigersinn
⢠Pomesanien
⢠Pogesanien
⢠Ermland
⢠Natangen
⢠Samland
⢠Schalauen
⢠Nadrauen
⢠Sudauen
⢠Galinden
⢠Sassen
⢠Lubawa
⢠Barten
Baltische und westslawische Grenzgebiete
siehe nebenstehende Landkarte; Aufzählung im Uhrzeigersinn
⢠Kulmerland
⢠Pommerellen
⢠Schalauen
⢠Sudauen
⢠Masowien
Erste Eroberungs- und Missionierungsversuche
Das von baltischen Stämmen an der Ostseekßste besiedelte Gebiet wurde seit dem 10. Jahrhundert zur Interessensphäre der in der Region entstehenden christlichen Staaten. Alle Anstrengungen zur Eroberung des Gebietes standen auch unter dem Vorwand der Missionierung. Die Kaiser des Heiligen RÜmischen Reiches, im Hochmittelalter die mächtigsten weltlichen Herrscher des Abendlandes, erhoben Anspruch auf nicht christianisierte Gebiete, so Kaiser Friedrich II. in der Goldbulle von Rimini 1226 an den Deutschen Orden.
Die Versuche der polnischen Herrscher, ihre Macht an die noch von Heiden bewohnte OstseekĂźste auszudehnen, zeigten nur in Pommern Erfolg. Ăber einen dieser VorstĂśĂe, bei dem 997 der Missionsbischof Adalbert von Prag im Auftrag von BolesĹaw I. in die Gegend Ăśstlich von Danzig vordrang, berichtet dessen Autobiografie Vita Sancti Adalberti.
Konrad, der Herzog von Masowien, erlitt gegen die zwischen den Unterläufen von Weichsel und Memel siedelnden PruĂen empfindliche RĂźckschläge. Das laut der Ălteren Olivachronik zu groĂen Teilen von Polen besiedelte Kulmerland wurde laut der Chronik des Peter von Dusburg durch PruĂen verwĂźstet. Die VorstĂśĂe der PruĂen bedrohten sogar seine Machtbasis Masowien. Der erste Bischof von PreuĂen wurde 1209 ernannt: Der Zisterzienser Christian von Oliva, vorher Abt von ĹÄkno, nahm seinen Sitz 1215 im 30 Jahre zuvor gegrĂźndeten Kloster Oliva, auĂerhalb PreuĂens im Herzogtum Pommerellen der Samboriden. Seine ChristianisierungsbemĂźhungen waren zunächst nicht von dauerhaftem Erfolg. Der von Konrad I. und Bischof Christian gemeinsam ins Leben gerufene Ritterorden Milites Christi Prussiae, zumeist Orden von Dobrin genannt, konnte zwar Masowien sichern, aber keine Herrschaft Ăźber die PruĂen etablieren.
Deutschordensstaat
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Hauptartikel
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Deutschordensstaat
Herzog Konrad von Masowien rief den Deutschen Ritterorden zu Hilfe, um ihm bei der Befriedung und Christianisierung der heidnischen PruĂen beizustehen, wobei ihm ein zeitlich begrenztes Engagement vorschwebte. Der Orden beabsichtigte dagegen, von Anfang an zu bleiben und sich eine eigene Staatlichkeit zu schaffen. Zur Absicherung von Besitzrechten nahm sein Hochmeister Verhandlungen sowohl mit dem Papst als auch mit dem Kaiser auf. 1226 sicherte der Kaiser dem Orden mit der Goldbulle von Rimini alle Eroberungen im Land der PruĂen zu. 1234 erfolgte die päpstliche Bestätigung mit der Bulle von Rieti, worin allerdings alle besetzten Gebiete zum Eigentum des Heiligen Stuhls erklärt wurden.cite-ref-6[5] Seit 1230 begann der Orden von seiner ersten Burg Thorn aus das Kulmerland entlang der Weichsel bis zu deren MĂźndung in Besitz zu nehmen. Von den 1233 gegrĂźndeten Städten Thorn und Kulm aus setzte er seine Eroberungen entlang der OstseekĂźste fort. Mit der GrĂźndung von Elbing 1237 verfĂźgte der Orden bald Ăźber einen ersten Seehafen. Die 1239 entstandene Burg Balga sicherte den Zugang vom Frischen Haff aus ins offene Meer. Die 1255 nahe der PregelmĂźndung gegrĂźndete Ordensburg erhielt zu Ehren des KreuzzugfĂźhrers KĂśnig Ottokar II. von BĂśhmen den Namen KĂśnigsberg. Aus ihr sollte die gleichnamige Stadt mit dem später endgĂźltigem Hochmeister-Sitz hervorgehen.
Die Siedler wurden gezielt im Heiligen RĂśmischen Reich angeworben. Seit dem 13. Jahrhundert grĂźndeten niederdeutsche Kolonisten eine Vielzahl von Städten und DĂśrfern. Im SĂźden und Osten wanderten Ăźber Jahrhunderte polnisch- und litauischsprachige Siedler ein, die sich mit pruĂisch und deutschsprachigen Bewohnern mischten, ihre jeweiligen sprachlichen Traditionen aber behielten.cite-ref-7[6]
Um etwa 1280 waren die heidnischen PruĂen endgĂźltig unterworfen. Im 15. Jahrhundert kam es zu Konflikten zwischen dem Orden und den Ständen (Städte und Adel), die ihre Freiheit (z. B. die Handelsfreiheit mit dem Ausland) massiv beschnitten sahen. 1440 schlossen sich die Stände im PreuĂischen Bund zusammen und boten schlieĂlich 1454 dem polnischen KĂśnig die Oberherrschaft in ihrem Gebiet an. Dieser nahm die Chance wahr fĂźr sein Bestreben, die ihn gefährdende Machtkonzentration im Deutschordensstaat endgĂźltig auszuschalten, innerhalb diesem UnterstĂźtzung gefunden zu haben. Nach nur teilweisem frĂźheren Erfolg (Schlacht bei Tannenberg 1410) hatte er nach einem weiteren, 13 Jahre dauerndem Krieg gegen den Orden 1466 nachhaltigen Erfolg. AuĂer Pommerellen links der Weichsel verlor der Ordensstaat auch flussnahe Gebiete auf der anderen Weichselseite. Er wurde auĂerdem dem polnischen KĂśnig zu Treueeid und Heeresfolge verpflichtet. Aus den verlorenen Gebieten wurde Polnisch-PreuĂen mit Sonderstatus, was z. B. fĂźr die dortigen deutsch-geprägten Hansestädte eine ungeahnte BlĂźtezeit brachte.cite-ref-k16-18-8-0[7]
Herzogtum PreuĂen
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Hauptartikel
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Herzogtum PreuĂen
Der Reststaat des Deutschen Ordens versuchte mehrmals, sich von der Unterwerfung unter den polnischen KĂśnig zu befreien. Von 1519 bis 1521 fĂźhrte er unter seinem Hochmeister Albrecht von Brandenburg-Ansbach den sogenannten Reiterkrieg. Nach ergebnislosen Kämpfen kam es zu einem Waffenstillstand, und Albrecht besuchte Martin Luther. Danach bekannte er sich zur Lutherischen Kirche, schloss 1525 Frieden mit Polen, indem er seinen Reststaat als vererbbares Lehen von KĂśnig Sigismund I. von Polen annahm und ihn als lutherisches Herzogtum PreuĂen säkularisierte.cite-ref-9[8]
Nach dem Tod Herzog Albrechts im Jahre 1568 kam dessen fßnfzehnjähriger Sohn Albrecht Friedrich an die Regierung. Wegen dessen Geisteskrankheit setzte 1577 der polnische KÜnig Stephan Båthory den Ansbacher Hohenzollern Georg Friedrich als Administrator im Herzogtum ein.cite-ref-k20-10-0[9] Ihm folgte 1605 mit Joachim Friedrich erstmals ein Kurfßrst von Brandenburg, dann 1608 Kurfßrst Johann Sigismund, Albrechts Schwiegersohn, als Administrator.
Personalunion mit Brandenburg
Als Albrecht Friedrich 1618 kinderlos starb, erbte Johann Sigismund das Herzogtum PreuĂen.cite-ref-k25-11-0[10] Dieser verband das KurfĂźrstentum Brandenburg und das Herzogtum PreuĂen zur Personalunion Brandenburg-PreuĂen. Nun wurde das Herzogtum PreuĂen auch Brandenburgisches PreuĂen genannt und bis 1701 oft als FĂźrstentum bezeichnet (so in KirchenbĂźchern vor 1700). Nach kriegerischen Erfolgen von Friedrich Wilhelm (der GroĂe KurfĂźrst) gegen den schwedischen KĂśnig verzichtete der BĂźndnispartner Polen auf die Lehenshoheit Ăźber das Herzogtum PreuĂen (Vertrag von Wehlau 1657). Während dieses Krieges hatte der polnische KĂśnig, als Brandenburg sich zunächst dem KĂśnig vom Schweden unterworfen hatte, einen fĂźrchterlichen Rachefeldzug (Tatareneinfall) ins sĂźdliche Herzogtum durchgefĂźhrt.cite-ref-k26-28-12-0[11] Infolge des Krieges waren die KurfĂźrsten von Brandenburg zu europäischen Souveränen geworden, deren Territorien im Gegensatz zu denen anderer Souveräne grĂśĂtenteils im HRR lagen.
PreuĂen wird KĂśnigreich
Die Souveränität im Herzogtum PreuĂen nutzte sein Sohn, KurfĂźrst Friedrich III., um sich 1701 in KĂśnigsberg als Friedrich I. zum KĂśnig zu krĂśnen und damit sein Herzogtum zum âKĂśnigreich PreuĂenâ zu erhĂśhen.
Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts suchte jeder deutsche FĂźrst es dem franzĂśsischen SonnenkĂśnig gleichzutun. Als Ausdruck absolutistischen Machtstrebens genĂźgte es aber nicht, seine Residenz in ein kleines Versailles zu verwandeln, wie es inzwischen auĂer in Berlin beispielsweise auch in Hannover und in Dresden geschehen war.cite-ref-k18-19-13-0[12] Als Zauberwort fĂźr Macht galt in dieser Zeit der KĂśnigstitel.cite-ref-haf52-14-0[13] Er versprach Macht sogar, wenn es sich um eine im Ausland erworbene KĂśnigskrone handelte. So waren die sächsischen und die hannoverschen FĂźrsten zugleich KĂśnige in Polen bzw. in England. Der brandenburgische KurfĂźrst Friedrich III. hingegen erhĂśhte sich zum KĂśnig in einem seiner eigenen Länder. Aus seinem Herzogtum PreuĂen, in dem er die volle Souveränität hatte, machte er ein KĂśnigreich (KĂśnigreich PreuĂen). Den damit verbundenen KĂśnigstitel konnte er in allen seiner Länder tragen, aber alle seine Länder zusammen waren nicht ein brandenburgisches KĂśnigreich, denn die meisten davon lagen innerhalb des rĂśmisch-deutschen Kaiserreiches, in dessen Innern keine separaten KĂśnigreiche geduldet waren. Der Gesamtstaat PreuĂen nannte sich Staaten des KĂśnigs von PreuĂen.cite-ref-15[14] Der kurze Name des immerhin souveränen âPreuĂenâ bĂźrgerte sich als ânominelle Klammerâ fĂźr den Gesamtstaat ein, weil das KĂśnigreich den ranghĂśheren Landschaftsnamen unter allen seinen Territorien trug.cite-ref-16[15]
OstpreuĂen während des siebenjährigen Krieges
Während des Siebenjährigen Kriegs (1756â1763) eroberten 1757 russische Truppen das KĂśnigreich PreuĂen. Die dortigen Stände huldigten der russischen Kaiserin Elisabeth. Ihr Nachfolger Peter III. war aber ein âprivater Friedrich-Enthusiastâ,cite-ref-haf123-17-0[16] schied aus dem Krieg aus und gab das KĂśnigreich 1762 (Frieden von St. Petersburg) an dessen KĂśnig Friedrich zurĂźck.cite-ref-18[17]
Annexion Polnisch-PreuĂens
PreuĂen unter Friedrich II. beteiligte sich 1772 an der Ersten Teilung Polens und annektierte Polnisch-PreuĂen. Danach konnte sich der KĂśnig nicht nur âKĂśnig in PreuĂenâ, sondern âKĂśnig von PreuĂenâ nennen. Aus Teilen der annektierten Gebiete wurde die neue Provinz WestpreuĂen gebildet. Das bisherige KĂśnigreich PreuĂen wurde zur Provinz OstpreuĂen reorganisiert.cite-ref-k30-2-1[2]
OstpreuĂen in der napoleonischen Zeit
In der napoleonischen Zeit lag OstpreuĂen fĂźr einige Monate im Zentrum der europäischen Ereignisse. Der Hof war nach den von PreuĂen verlorenen Schlachten bei Jena und Auerstedt gegen Napoleon nach OstpreuĂen geflohen. Napoleon, in dessen Hand PreuĂens Schicksal jetzt vollkommen lag,cite-ref-haf174-19-0[18] kam mit seinen Armeen 1807 auch dort an. Die russischen Armeen, gegen die er einen weiteren seiner Eroberungskriege fĂźhren wollte, waren ihm bis OstpreuĂen entgegen gekommen. Es gab zwei Schlachten zwischen ihnen auf ostpreuĂischem Boden, von denen die zweite mit der russisch-preuĂischen Niederlage endete. PreuĂen hatte sich mit dem Zaren verbunden, um der Abhängigkeit von Napoleon etwas entgegenzusetzen. Napoleon ging nach gewonnener Schlacht auf das Friedensangebot des Zaren ein. Im Friedensvertrag von Tilsit setzte sich der Zar aber freimĂźtig Ăźber die PreuĂen gemachten Versprechen hinweg und stimmte Napoleon zu, PreuĂen auf etwa die Hälfte seines Territoriums zu begrenzen und franzĂśsisch besetzt zu bleiben. Nur, dass PreuĂens staatliche Existenz Ăźberhaupt bestehen blieb, war dem Zaren zu verdanken.cite-ref-haf175-20-0[19]
Als Napoleon 1812 erneut gegen Russland zog, zwang er PreuĂen, mit ihm gemeinsam in das Nachbarland einzumarschieren. Wieder war OstpreuĂen Aufmarschgebiet. Von OstpreuĂen ging aber indirekt auch die Befreiung PreuĂens und Mitteleuropas von der franzĂśsischen Fremdherrschaft aus. Während des RĂźckzugs Napoleons von seinem misslungenen Russland-Feldzug vereinbarte der preuĂische Feldherr Ludwig Yorck von Wartenburg mit dem russischen General Diebitsch in Tauroggen die Trennung des preuĂischen Hilfskorps von der franzĂśsischen Armee. Kurz darauf rĂźckte er gemeinsam mit den russischen Truppen gegen KĂśnigsberg, Elbing und Marienburg vor, besetzte diese Städte und ermĂśglichte den russischen Truppen, ganz OstpreuĂen zu befreien.cite-ref-k37-21-0[20] Der von York Ăźbergangene preuĂische KĂśnig verband sich nach anfänglichem ZĂśgern mit Russland. Dass die aus OstpreuĂen fliehenden franzĂśsischen Truppen endgĂźltig geschlagen werden konnten (VĂślkerschlacht bei Leipzig), gelang aber erst, nachdem Ăsterreich in den Krieg gegen Napoleon eingetreten war.cite-ref-haf179-80-22-0[21]
OstpreuĂen im Deutschen Kaiserreich
Der Bundesstaat Deutsches Reich entstand 1871. Bis 1918 war er ein Kaiserreich. In ihm war PreuĂen das grĂśĂte (mit etwa zwei Dritteln der Gesamtfläche) der 22 Bundesländer, und OstpreuĂen wie bisher eine preuĂische Provinz.
OstpreuĂen im Ersten Weltkrieg
Weil sich das Deutsche Reich fĂźr bedingungslose UnterstĂźtzung von Ăsterreich-Ungarn in dessen Krieg gegen Serbien ausgesprochen hatte, machte Russland, das andererseits Serbien seine UnterstĂźtzung versprochen hatte, mobil. Daraufhin erklärte das kaiserliche Deutsche Reich dem zaristischen Russland den Krieg. Russische Truppen konnten Anfang des Ersten Weltkrieges bereits knapp zwei Drittel OstpreuĂens besetzen, doch die deutschen Truppen unter dem herbeigerufenen General Hindenburg gewannen Ende August 1914 die Schlacht bei Tannenberg. Die russischen Truppen zogen sich später zurĂźck (aus OstpreuĂen endgĂźltig im März 1915). OstpreuĂen war der einzige Teil des Deutschen Reichs, in dem Kriegshandlungen (inkl. Kriegsverbrechen an der BevĂślkerung) stattfanden â zudem bereits in den ersten Tagen dieses vierjährigen Krieges â und das verheert wurde. Danach entstand auf Grund der erfolgreichen Tannenberg-Schlacht der Hindenburg-Kult, mit dem es den âFeinden der Demokratie gelang, die Abneigung gegen die Weimarer Republik innenpolitisch dauerhaft zu festigen.âcite-ref-k52-23-0[22]
OstpreuĂen nach dem Versailler Vertrag
Im Friedensvertrag von Versailles 1919 wurde dem Deutschen Reich und Ăsterreich-Ungarn die alleinige Verantwortung fĂźr den Ausbruch des Weltkriegs zugesprochen und beide Länder zu Gebietsabtretungen verpflichtet.
Das Deutsche Reich verlor den grĂśĂten Teil von WestpreuĂen (inkl. Danzig), der direkt benachbarten Provinz OstpreuĂens. Damit wurde der 1772 (1. polnische Teilung) fĂźr Polen verlorene Ostseezugang wiederhergestellt. OstpreuĂen war wie damals wieder vom Ăźbrigen PreuĂen bzw. jetzt vom Ăźbrigen Deutschen Reich getrennt. Im SĂźd- und Westteil OstpreuĂens, die Polen (die in Versailles neu gegrĂźndete Zweite Polnische Republik) wegen des hohen polnischen BevĂślkerungsanteils beanspruchte, konnte durch Volksabstimmung entschieden werden, ob eine Gebietsabtretung stattfinden wird oder nicht. Die BevĂślkerung entschied sich begleitet von âgroĂem nationalen GetĂśseâcite-ref-24[23] mit groĂer Mehrheit (auch in Gebieten mit hohem polnischsprechenden Anteil)cite-ref-k61-25-0[24] fĂźr den Verbleib beim Deutschen Reich.
Der westpreuĂische Teil rechts der Weichsel bildete das Abstimmungsgebiet Marienwerder und kam nach dem Abstimmungsergebnis fĂźr Verbleib im Deutschen Reich zu OstpreuĂen.
Ohne Volksabstimmung war u. a. nur der Westteil des Kreises Neidenburg an Polen abzutreten.cite-ref-k60-26-0[25] Hier in Soldau befand sich auf der Strecke zwischen Warschau und Ostsee (Danzig) ein Eisenbahnknotenpunkt, der auf diese Weise sicher polnisch kontrollierbar wurde.
OstpreuĂen in der Weimarer Republik
Der Versailler Vertrag sicherte in Artikel 89 dem Deutschen Reich die ungehinderte Durchfahrt nach OstpreuĂen zu. Dennoch war der Verkehr zwischen dem deutschen Kernland und der Provinz OstpreuĂen auf dem Landweg problematisch. Der Bahnverkehr erfolgte mit verplombten ZĂźgen, bei denen in den ersten Jahren die Fenster zugehängt wurden und nicht geĂśffnet werden durften. Ab Ende der 1920er-Jahre wurden die restriktiven Bestimmungen allmählich gelockert.
Auch der StraĂenverkehr, fĂźr den feste TransitstraĂen ausgewiesen und von Polen Visums- und StraĂenbenutzungsgebĂźhren erhoben wurden, war immer wieder beeinträchtigt. 1920 wurde unter BĂźrgschaft des Deutschen Reiches eine Verbindung auf dem Seeweg zwischen OstpreuĂen (Pillau) und dem Kernland (SwinemĂźnde) des Deutschen Reiches eingerichtet.cite-ref-k66-28-0[27] Der Seedienst OstpreuĂen bestand bis 1939.
Das Verhältnis zwischen der Weimarer Republik und Polen war generell angespannt. Vor allem in den ersten Jahren kam es entlang der gemeinsamen Grenze auch zu Auseinandersetzungen, teils sogar mit Waffeneinsatz. Die Insellage OstpreuĂens wurde parteiĂźbergreifend als ungerecht angesehen. Deutschland ging daher nicht auf das Drängen Polens ein, dessen neue Grenze anzuerkennen.
OstpreuĂens BevĂślkerung war durch den Wegfall der territorialen Verbindung mit dem westlichen Kernland, seinem hauptsächlichen Absatzgebiet fĂźr seine einzigen, den landwirtschaftlichen Produkten, tief verunsichert. Der sogenannte Korridor fiel als Absatzgebiet ebenfalls aus, und die traditionellen Absatzgebiete in Russland waren wegen der Folgen der Oktoberrevolution unerreichbar geworden.cite-ref-k65-29-0[28] Zudem war die BevĂślkerung immer noch mit vielen Notständen konfrontiert, die durch die verheerenden ZerstĂśrungen im Ersten Weltkrieg entstanden waren.cite-ref-k58-30-0[29]
Anders als im Westen konnte die BevĂślkerung ihre Hoffnungen nur sehr kurz auf die demokratischen Parteien setzen. Bei den Wahlen zur Weimarer Nationalversammlung siegten diese Ăźberlegen mit einer Dreiviertelmehrheit.cite-ref-k64-31-0[30] Die alten Kräfte (vorwiegend die Gutsbesitzer, aber auch die Beamtenelite) hatten sich schon bald reorganisiert und machten OstpreuĂen zu einer wichtigen Operationsbasis der konterrevolutionären Kräfte. Der Kapp-Putsch hatte in PreuĂen den grĂśĂten Erfolg. Die preuĂische Regierung in Berlin leitete zwar die Demokratisierung der ostpreuĂischen Verwaltung ein, erzielte aber bis zum Untergang PreuĂens 1932/33 (PreuĂenschlag) nur geringen Erfolg.cite-ref-k65-29-1[28] Ende der 1920er Jahre konnten sich mit der staatlichen OstpreuĂenhilfecite-ref-32[31]cite-ref-33[Anmerkungen 2] nur die Gutsbesitzer sanieren, während die breite Mehrheit der Bauern leer ausgingen, und viele Betriebe zwangsversteigert werden mussten. Diese fehlgeplante Hilfe verschärfte die sozialen Konflikte. Die Bauern kehrten nicht nur den schwachen demokratischen Parteien (die ja in Berlin regierten), sondern auch den Deutschnationalen den RĂźcken und setzten ihre Hoffnungen nun auf Adolf Hitler.cite-ref-k68-69-34-0[32] Schon bei der Reichstagswahl 1930 wurde die NSDAP in OstpreuĂen mit 24,3 % (Reichsdurchschnitt 18,3 %) die stimmenstärkste Partei aller Wahlkreise in Deutschland.cite-ref-35[33]
OstpreuĂen im Dritten Reich
Vor Beginn des Zweiten Weltkriegs
Gleich nach dem 30. Januar 1933 (Machtergreifung) zogen auch in OstpreuĂen die Parteigänger Hitlers in zahlreiche Ămter ein. Das Monopol der konservativen ostpreuĂischen Beamtenelite begann zu Gunsten einer Mittelschicht mit NSDAP-Mitgliedschaft zu brĂśckeln. Die NS-Propaganda hatte vor der Reichstagswahl im März 1933 (die letzte Wahl, bei der mehrere Parteien zur Wahl standen) u. a. bereits versprochen, OstpreuĂen aus seiner misslichen Grenzlage zu befreien. Die Hitlerpartei erzielte erneut das reichsweit beste Wahlergebnis, diesmal 56,5 % (Reichsdurchschnitt 43,9 %).cite-ref-k73-36-0[34]
Auch die nationalsozialistische Reichsregierung nahm sich der schlechten wirtschaftlichen Lage OstpreuĂens an. Es entstand der sogenannte OstpreuĂenplan, eine staatlich koordinierte Investitionskampagne. Diesmal profitierten vorwiegend die Bauern davon. Sie erhielten eine mit festen Abnahmepreisen verbundene Absatzgarantie. Dazu kamen gĂźnstige Kredite und Entschuldungsprogramme. Mit Hilfe von Beschäftigungsprogrammen fĂźr Arbeitslose und der inzwischen im diktatorischen Staat eingefĂźhrten Arbeitsdienstpflicht wurde vor allem in Masuren (Masurische Anbauschlacht) die landwirtschaftliche Anbaufläche durch Entwässerung und Flussbegradigung stark erhĂśht. Der Ăźberall vorgenommene StraĂen- und Wegebau kam auch den Bauern zu gute. Der wirtschaftliche Aufschwung machte sich in allen BevĂślkerungsschichten bemerkbar (so z. B. auch beim mittelständischen Gewerbe) und zeigte sich in der Verbesserung der Infrastruktur, die wegen erhĂśhter Steuereinnahmen der BehĂśrden mĂśglich wurde. Der wirtschaftliche Aufschwung vermittelte der BevĂślkerung auch ein GefĂźhl der Stärke. Die während der Weimarer Republik vorhandene Angst vor einer polnischen Besetzung wich, natĂźrlich nicht ohne UnterstĂźtzung durch die propagierte nationalsozialistische Ideologie, die aus OstpreuĂen ein Bollwerk gegen die Slawen gemacht hatte, und das jetzt eigene Säbelrasseln gegenĂźber der slawischen Umwelt, u. a. das des ostpreuĂischen Oberpräsidenten und späteren Gauleiters Erich Koch. Erstes Rassel-Ergebnis war die âHeimkehrâ des Memellandes, dessen Annexion von Litauen unter Kriegsdrohung im März 1939 erfolgte.cite-ref-k74-75-37-0[35]
FĂźr den Bollwerk-Status gegen die Slawen war es angebracht, das Ăźberkommene Antlitz OstpreuĂens von litauischen und masurisch-polnischen Spuren zu säubern. Von 1933 bis 1938 wĂźtete die ÂŤTaufkrankheitÂť, wie sie Siegfried Lenz nannte, der etwa 1500 historische Ortsnamen zum Opfer fielen und durch deutschklingende ersetzt wurden. Zur Germanisierungspolitik gehĂśrte auch die Eliminierung der polnischen und litauischen Sprache. Am meisten betraf das die AusĂźbung der Religionen und beendete die besten Traditionen der preuĂischen Reformation, die Herzog Albrecht einleitete. Dieses Land war seit 1525 dem Gedankengut Luthers verpflichtet, das Evangelium in der Muttersprache zu verkĂźnden. An der Spitze des Bundes Deutscher Osten, der sich in der Germanisierungspolitik besonders hervortat, stand im OstpreuĂen der spätere Bonner Minister Theodor Oberländer.cite-ref-k76-78-38-0[36]
NS-Verbrechen gegenĂźber Juden und Regimegegnern
Auch in OstpreuĂen begannen die Nationalsozialisten mit ihrer Bekämpfung von Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten, Demokraten und Christen schon 1933.cite-ref-k78-39-0[37] Sie verlief ähnlich wie Ăźberall in Deutschland.
Der jĂźdische BevĂślkerungsanteil war besonders stark von den nationalsozialistischen UnterdrĂźckungs- und später von den massenhaften VernichtungsmaĂnahmen (Umsiedlungen in Ghettos, âVernichtung durch Arbeitâ und den Abtransport in Vernichtungslager) getroffen. Die Juden von KĂśnigsberg wurden schon im Januar 1939 ghettoartig untergebracht. Man zwang sie zum Umzug in sogenannte Judenhäuser. Die Ausrottung aller Juden OstpreuĂens fand aber vorwiegend auch erst während des Krieges statt, ebenso grĂźndlich, grausam und im Verborgenen wie Ăźberall. Nachdem die EndlĂśsung der Judenfrage beschlossen worden war, wurden die meisten Juden OstpreuĂens nach Maly Trostinez in die Nähe von Minsk transportiert und dort in einem Wald erschossen.cite-ref-k78-80-40-0[38]
In OstpreuĂen gab es sechs AuĂenlager des Konzentrationslagers Stutthof, Ăśstlich von Danzig. Aus diesen wurden bis zu 7000 jĂźdische Häftlinge aus dem Baltikum am 26. Januar 1945 von KĂśnigsberg aus auf einen winterlichen Gewaltmarsch zur samländischen OstseekĂźste und dann am Strand entlang nach SĂźden gezwungen. OstpreuĂen wurde an diesem Tage mit dem VorrĂźcken der sowjetischen Truppen zum Frischen Haff eingekesselt. Es gab hĂśchstens fĂźnfzehn Ăberlebende dieses Todesmarsches.cite-ref-k84-86-41-0[39]cite-ref-42[40]
Während des Zweiten Weltkriegs
Am 1. September 1939 begann mit dem Ăberfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Nach der schnellen Besetzung des Landes wurden neben den 20 Jahre zuvor abgetretenen preuĂischen Provinzen WestpreuĂen und Posen weitere Teile Polens annektiert. Noch 1939 wurde dort ein neuer Regierungsbezirk Zichenau gebildet, der der Provinz OstpreuĂen zugeordnet wurde. Ferner trat der neue Landkreis Sudauen zur Provinz, während die frĂźher westpreuĂischen Gebiete um Elbing und Marienwerder an den neuen Reichsgau Danzig-WestpreuĂen fielen. Die neu an OstpreuĂen angegliederten Gebiete waren jedoch ethnisch praktisch rein polnische Gebiete, die auch historisch nie zuvor in engerer Verbindung mit OstpreuĂen gestanden hatten (abgesehen von einer kurzen Episode nach den polnischen Teilungen).
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde OstpreuĂen von der sowjetischen Roten Armee nach verlustreichen Kämpfen in der Schlacht um OstpreuĂen erobert. Die nationalsozialistische Gauleitung unter Gauleiter Erich Koch unterlieĂ die rechtzeitige Evakuierung der BevĂślkerung und stellte selbständige Fluchtbewegungen unter schwere Strafe. Ăhnlich wie Soldaten âbis zum letzten Mannâ in sinnlosen Stellungs- und Kesselschlachten in den Tod geschickt wurden, anstatt sich geordnet zurĂźckziehen zu dĂźrfen, machten sich die Machthaber somit direkt mitschuldig am Tod von unzähligen deutschen Zivilisten, die hätten gerettet werden kĂśnnen.
Flucht und Evakuierung am Ende des Zweiten Weltkriegs
Als die Front des Zweiten Weltkrieges OstpreuĂen erreichte, wurde die Evakuierung durch das Militär und den Staatsapparat zunächst behindert bzw. verhindert (u. a. durch Verordnungen), dann in letzter Minute (Januar 1945) unter denkbar schlechtesten Bedingungen (tiefster Winter, AbschnĂźrung des Landweges) ungeordnet begonnen. Dadurch war ein GroĂteil der ZivilbevĂślkerung unmittelbar Kampfhandlungen ausgesetzt.
Ein Teil der BevĂślkerung konnte sich auf dem Landweg mit Pferdefuhrwerken (die in FlĂźchtlingstrecks zogen) nach Westen retten. Aber nachdem die Rote Armee im Laufe der Schlacht um OstpreuĂen bei Elbing das Frische Haff erreicht hatte, war der Landweg abgeschnitten. Tausende ertranken bei der Flucht Ăźber das Eis zur vermeintlich rettenden Frischen Nehrung, auf welcher der Weg zur KĂźste in Richtung Danzig fĂźhrte, oder wurden ohne jegliche Deckung Opfer von Jagdflugzeugen, die gezielt auf die Trecks schossen. Ein anderer Teil wurde Ăźber die Ostsee (vor allem Ăźber den Hafen Pillau) evakuiert. Am 21. Januar 1945 leitete GroĂadmiral Karl DĂśnitz die Verlegung von MarineangehĂśrigen nach Westen ein (Unternehmen Hannibal), wobei auch tausende von FlĂźchtlingen mitgenommen wurden. Das dafĂźr benutzte Schiff (Wilhelm Gustloff) und andere, die im FrĂźhjahr 1945 ebenfalls je einige tausend FlĂźchtlinge mitnahmen (General von Steuben und Goya) wurden von der Sowjetarmee versenkt, wobei jeweils fast alle Passagiere starben.
Insgesamt forderte die Flucht unter Kriegsbedingungen und grĂśĂtenteils im Winter sehr viele Tote. Es wird geschätzt, dass von den bei Kriegsende etwa 2,4 Millionen Bewohnern OstpreuĂens ungefähr 300.000 unter elenden Bedingungen auf der Flucht ums Leben gekommen sind.
Sowjetische Kriegsverbrechen an der deutschen ZivilbevĂślkerung
â
Hauptartikel
:
Sowjetische Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg
Noch anwesende Bewohner, vom Vormarsch der Roten Armee eingeholte FlĂźchtlinge oder nach dem (teils temporären) Ende der Kampfhandlungen zurĂźckkehrende Bewohner wurden vielfach von sowjetischen Soldaten misshandelt, vergewaltigt und getĂśtet oder zur Zwangsarbeit in der Sowjetunion verschleppt. In diesem Kontext ist beispielsweise das Massaker von Nemmersdorf im Oktober 1944 zu nennen, als erstmals seit August 1914 russische Truppen nach OstpreuĂen vorstieĂen. Alexander Solschenizyn (OstpreuĂische Nächte) und Lew Kopelew waren als AngehĂśrige der Roten Armee Augenzeugen und haben später als Dissidenten auf diese und andere sowjetische Kriegsverbrechen (z. B. die MassenerschieĂungen polnischer Offiziere im Massaker von Katyn) hingewiesen. Die Verantwortlichen wurden im Hinblick auf die weltpolitische Lage weder international noch in der Sowjetunion zur Verantwortung gezogen.
Siehe auch
:
Kaliningrad#Sowjetzeit_(1945â1992)
Vertreibung
â
Hauptartikel
:
Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945â1950
und
Deutschland 1945 bis 1949
Die Bewohner OstpreuĂens sind 1945â1947 zu Ăźber 90 % aus ihrer Heimat in das besetzte Deutschland westlich der Oder-NeiĂe-Linie vertrieben worden. Im sĂźdlichen Teil unterzogen polnische BehĂśrden die verbliebenen Einwohner einer auf ethnischen Kriterien beruhenden ânationalen Verifizierungâ. Als âDeutscheâ eingestufte Personen wurden vertrieben, âAutochthoneâ â das heiĂt AngehĂśrige der nach Auffassung der polnischen BehĂśrden angestammten slawischen BevĂślkerung â durften bleiben.cite-ref-43[Anmerkungen 3] Ausreichend fĂźr die Einstufung als âautochthonâ waren hierbei bereits ein polnisch-klingender Nachname oder masurische oder polnische Sprachkenntnisse innerhalb der Familie.cite-ref-44[41] Facharbeitern wurde ebenfalls ein Bleiberecht eingeräumt, um Fabriken wieder besser in Betrieb nehmen zu kĂśnnen.
Bis zum Oktober 1946 waren 70.798 Personen in dieser Form âverifiziertâ, d. h. polnische StaatsbĂźrger geworden, 34.353 verblieben âunverifiziertâ.cite-ref-45[42] Vor allem im Raum MrÄ
gowo (Sensburg) verweigerten viele Einwohner diesen Verifizierungsprozess, im FrĂźhjahr 1946 waren hier von 28.280 Personen 20.580 nicht âverifiziertâ, im Oktober verblieben 16.385 Menschen ohne polnische StaatsbĂźrgerschaft.cite-ref-46[43] Auch die eingebĂźrgerten âAutochthonenâ wurden aufgrund ihres vorwiegend evangelischen Glaubens und ihrer oft rudimentären Sprachkenntnisse weiterhin als Deutsche betrachtet und Diskriminierungen unterworfen. Im Februar 1949 wurde der ehemalige Chef der stalinistischen Geheimpolizei UrzÄ
d BezpieczeĹstwa (UB) von Lodz, MieczysĹaw Moczar, Wojwode von Olsztyn. Es begann eine letzte, von brutaler Folter und Gewalt gekennzeichnete âVerifizierungsaktionâ, nach deren Abschluss lediglich noch 166 Masuren nicht âverifiziertâ waren.cite-ref-47[44]
Insgesamt verblieben etwa 160.000 Vorkriegseinwohner im sĂźdlichen OstpreuĂen, deren ĂźbergroĂe Mehrheit das Land in den folgenden Jahrzehnten als Spätaussiedler verlieĂ. Das nĂśrdliche OstpreuĂen fiel an die Russische Sowjetrepublik und wurde als Oblast Kaliningrad zu einem Militärsperrbezirk (âBesonderes Militärgebiet KĂśnigsbergâ, russ. Kenigsbergskij Osoby Voennyj Okrug).cite-ref-48[45] Selbst SowjetbĂźrger konnten dort nur mit Sondergenehmigung einreisen.
Im nĂśrdlichen Teil OstpreuĂens war die Lage komplizierter, da im Potsdamer Abkommen keine Absprachen zur BevĂślkerung des später geplanten âKaliningrader Gebietesâ verabredet wurden. Ăber die Sammellager Deutsch Eylau und Insterburg wurden mehr als 44.000 Deutsche als Reparationsverschleppte nach Sibirien oder in den Ural verbracht. Im Herbst 1945 befanden sich nur noch 146.000 Deutsche in dieser Region (zum Vergleich allein KĂśnigsberg hatte 1939 372.000 Einwohner). Erst 1947 konnten Deutsche Kaliningrad nach vorheriger Wegnahme aller deutschen Urkunden mit dem Zug verlassen. Viele OstpreuĂen waren auch nach Litauen geflohen. Von dort konnte erst auf Bitten der DDR ab 1951 Transporte aus dem Memelland nach Westen abgehen. OstpreuĂen hat unter allen deutschen Ländern durch Flucht und Vertreibung die hĂśchsten Menschenverluste erlitten (allein 311.000 Zivilisten verstarben).
Potsdamer Abkommen
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Hauptartikel
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Potsdamer Abkommen
Neuordnung
Im Potsdamer Abkommen (Artikel V) vereinbarten die vorerst drei alliierten GroĂmächte USA, GroĂbritannien und Sowjetunion vorbehaltlich einer endgĂźltigen Friedensregelung, OstpreuĂen zwischen der Volksrepublik Polen und der Sowjetunion aufzuteilen. Das nĂśrdliche Gebiet um KĂśnigsberg wurde unter sowjetische und das sĂźdliche unter polnische Verwaltung gestellt, 1946 wurde es staatsrechtlich der Russischen Sowjetrepublik angegliedert.cite-ref-49[46] Ordentliche Verwaltungen begannen daraufhin mit der Errichtung der Oblast Kaliningrad im Norden sowie der Eingliederung der sĂźdlichen Gebiete in die Woiwodschaften GdaĹsk, Olsztyn und SuwaĹki. Die Neubesiedlung begann ebenfalls erst 1946: im Norden Ăźberwiegend mit Russen aus Zentralrussland und dem Gebiet des heutigen FĂśderationskreises Wolga sowie mit Belarussen und Ukrainern, im SĂźden in erster Linie mit Polen aus Zentralpolen und im Rahmen der Aktion Weichsel mit von der Sowjetunion aus SĂźdostpolen vertriebenen Ukrainern. Die Hauptstadt KĂśnigsberg wurde 1946 zu Ehren des sowjetischen Politikers Michail Kalinin in Kaliningrad umbenannt; ebenso wurden sämtliche Orte im sowjetischen âKĂśnigsberger Gebietâ â sofern sie nicht aufgelĂśst oder zu grĂśĂeren Einheiten zusammengefasst wurden â umbenannt.
Anerkennung der Abtretung OstpreuĂens an die Sowjetunion und Polen
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Hauptartikel
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Zwei-plus-Vier-Vertrag
Die Deutsche Demokratische Republik erkannte 1950 die Oder-NeiĂe-Linie im GĂśrlitzer Vertrag mit der Volksrepublik Polen als âStaatsgrenze zwischen Deutschland und Polenâ und damit die ZugehĂśrigkeit SĂźd-OstpreuĂens an Polen an. Dieser Anerkennung wurde vielfach die vĂślkerrechtsverbindliche Wirkung abgesprochen. Von der Bundesrepublik Deutschland wurde sie auch wegen ihres Alleinvertretungsanspruchs fĂźr Gesamtdeutschland und alle Deutschen abgelehnt. Sie verfolgte erst Anfang der 1970er Jahre die Anerkennung der Grenzziehung mit Polen, griff aber im Rahmen seiner âNeuen Ostpolitikâ unter Bundeskanzler Willy Brandt einem endgĂźltigen Friedensvertrag nicht vor.
Anstatt eines fast ein halbes Jahrhundert lang fehlenden Friedensvertrags wurde im September 1990 der Zwei-plus-Vier-Vertrag abgeschlossen. Unter Beteiligung der nun souveränen Bundesrepublik Deutschland wurden darin die seit 1945 de facto geltenden Ostgrenzen vĂślkerrechtlich als verbindlich erklärt. Das betrifft alle Ostgebiete des ehemaligen Deutschen Reiches, also auch OstpreuĂen in seinen beiden heutigen Teilen.
Nachleben nach 1945
Nach der Verwaltungsreform 1975 wurde das polnische OstpreuĂen in neue Woiwodschaften eingeteilt: ElblÄ
g und Olsztyn sowie Teile von CiechanĂłw und SuwaĹki. Nach einer erneuten Verwaltungsreform am 1. Januar 1999 in Polen entspricht dieses Gebiet seitdem annähernd der Woiwodschaft Ermland-Masuren mit der Hauptstadt Olsztyn; das frĂźhere NordostpreuĂen bildet heute die russische Oblast Kaliningrad mit der Hauptstadt Kaliningrad. Nach der AuflĂśsung der Sowjetunion ist diese Region nun eine Exklave der Russischen FĂśderation. Manche russische Einwohner nennen die Stadt heute âKjonigsbergâ, âKenigâ oder âKenigsbergâ. Eine offizielle RĂźckbenennung (wie bei Sankt Petersburg, Nischni Nowgorod und Twer) wurde 1993 in einer Volksabstimmung abgelehnt.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner [ 47 ] |
|---|---|
| 1875 | 1.856.421 |
| 1880 | 1.933.936 |
| 1890 | 1.958.663 |
| 1900 | 1.996.626 |
| 1910 | 2.064.175 |
| 1925 | 2.256.349 |
| 1933 | 2.333.301 |
| 1939 | 2.488.122 |
Verwaltungsgliederung der Provinz OstpreuĂen
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Hauptartikel
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Provinzialverwaltung OstpreuĂen
In der Zeit von 1878 bis 1945 hat sich die territoriale Verwaltungsgliederung innerhalb der Ăźberwiegend landwirtschaftlich strukturierten Provinz OstpreuĂen nur allmählich verändert. Allerdings sind 1920 und 1939 die AuĂengrenzen erheblich verändert worden.
Regierungsbezirke
Von 1808 bis 1945 bestanden der Regierungsbezirk Gumbinnen und der Regierungsbezirk KĂśnigsberg. 1723â1808 hieĂen diese Bezirke Kriegs- und Domänenkammer-Departement PreuĂisch Litauen und OstpreuĂen. Aus den sĂźdlichen Kreisen dieser Bezirke entstand am 1. November 1905 der neue Regierungsbezirk Allenstein. Der Geograph Hermann Gruber schrieb 1912:cite-ref-51[48]
âDer Bezirk KĂśnigsberg umfasst im wesentlichen reindeutsches, ehemaliges altpreuĂisches Land; er besitzt die ganze OstseekĂźste und die Häfen von Bedeutung, zum grĂśĂten Teile die Haffe, die flĂśĂbare Passarge und das schiffbare Pregelsystem. Der Gumbinner Bezirk zeigt in seinem Rahmen das Bild Alt-Litauens, des nichtorganisierten Gebietes im Ordensstaate mit seiner Spärlichkeit an Städten. Er schlieĂt das Memelsystem nahezu vĂśllig ein, ebenso wie den nichtschiffbaren Teil des Pregels nebst QuellflĂźssen, sĂźdlich Ăźbergehend in den SeenrĂźcken. Der Regierung zu Allenstein untersteht ethnographisch die zumeist protestantische, masurisch-polnische BevĂślkerung und orographisch der masurische SeenrĂźcken mit den sĂźdlich angrenzenden Sandflächen, also fast genau die ganze Moränenlandschaft innerhalb der Provinz mit der Wasserscheide zwischen Weichsel-Pregel und Passarge. Klimatisch ist der Regierungsbezirk der Teil OstpreuĂens, der vorwiegend kontinentalen Charakter trägt.â
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Hermann Gruber
Nach der Einrichtung des Polnischen Korridors wurde der frĂźher westpreuĂische Regierungsbezirk Marienwerder teilweise, gemeinsam mit einigen Kreisen aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Danzig (Elbing und Marienburg) zum 1. Juli 1922 als Regierungsbezirk WestpreuĂen mit dem Sitz in Marienwerder der Provinz OstpreuĂen angegliedert, aber am 26. Oktober 1939 um annektierte, polnische Gebiete erweitert und wieder als Regierungsbezirk Marienwerder dem neuen Reichsgau Danzig-WestpreuĂen zugeordnet.
Am 26. Oktober 1939 wurde aus anderen polnischen Gebieten der neue Regierungsbezirk Zichenau (CiechanĂłw) der Provinz OstpreuĂen einverleibt. Den nicht fĂśrmlich nach OstpreuĂen eingegliederten Bezirk Bialystok, der am 1. August 1941 aus den Gebieten der weiĂrussischen Sowjetrepublik, die bis 1939 zu Polen gehĂśrt hatten, gebildet worden war, verwaltete der ostpreuĂische Oberpräsident und Gauleiter Erich Koch als Chef der Zivilverwaltung faktisch wie ein Reichsgebiet.
Als einziger Regierungspräsident amtierte Friedrich Karl Gramsch in allen drei Regierungsbezirken OstpreuĂens.
Stadtkreise
AuĂer dem bereits 1818 bestehenden Stadtkreis KĂśnigsberg i. Pr. entstanden im Laufe der Zeit die folgenden weiteren Stadtkreise: die Städte Tilsit (1896), Insterburg (1901), Allenstein (1910) und Memel (1918) wurden aus ihren Landkreisen ausgegliedert und bildeten eigene Stadtkreise. Das westpreuĂische Elbing war bereits seit 1874 Stadtkreis und gehĂśrte von 1922 bis 1939 zu OstpreuĂen.
Landkreise
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Hauptartikel
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Liste der Landkreise in OstpreuĂen
1819â1918
⢠1819 Kreis Kreuzburg umbenannt in Kreis PreuĂisch Eylau
⢠1819 Kreis Zinten umbenannt in Kreis Heiligenbeil
1919â1933
⢠1922 Kreise Ragnit und Tilsit vereinigt zum Kreis Tilsit-Ragnit
⢠1927 Kreis Friedland umbenannt in Kreis Bartenstein (Ostpr.)
1933â1938
⢠1933 Kreis Oletzko umbenannt in Kreis Treuburg
⢠1938 Kreis Darkehmen umbenannt in Kreis Angerapp
⢠1938 Kreis Niederung umbenannt in Kreis Elchniederung
⢠1938 Kreis Pillkallen umbenannt in Kreis SchloĂberg (Ostpr.)
⢠1938 Kreis StallupÜnen umbenannt in Kreis Ebenrode
1939â1945
⢠1939 Kreis Fischhausen und Landkreis KÜnigsberg vereinigt zum Landkreis Samland
⢠1939 Landkreis Pogegen (Memelgebiet) verteilt auf den Landkreis Tilsit-Ragnit, den Landkreis Heydekrug und eine Gemeinde an den Stadtkreis Tilsit
Einrichtung neuer Landkreise in vorher nie zum Deutschen Reich gehĂśrendem Gebiet
⢠1939 Landkreis Praschnitz (aus poln. Przasnysz)
⢠1939 Landkreis Zichenau (aus poln. Ciechanów)
⢠1941 Landkreis Mackeim (zunächst Makow, aus poln. Maków)
⢠1941 Landkreis Mielau (zunächst Mlawa, aus poln. MĹawa)
⢠1941 Landkreis Scharfenwiese (zunächst Ostrolenka, aus poln. OstroĹÄka)
⢠1941 Landkreis SchrĂśttersburg (zunächst Plock, aus poln. PĹock)
⢠1941 Landkreis PlĂśhnen (zunächst Plonsk, aus poln. PĹoĹsk)
⢠1941 Landkreis Ostenburg (zunächst Pultusk, aus poln. PuĹtusk)
⢠1941 Landkreis Sichelberg (zunächst Schirps, aus poln. Sierpc)
⢠1941 Landkreis Sudauen (zunächst Suwalken, aus poln. SuwaĹki)
Verwaltungsgliederung 1937 und 1945
| Verwaltungsgliederung OstpreuĂens | Verwaltungsgliederung OstpreuĂens |
|---|---|
| Stand 31. Dezember 1937 | Stand 1. Januar 1945 |
| Regierungsbezirk Allenstein | Regierungsbezirk Allenstein |
| Stadtkreis | Stadtkreis |
| Allenstein | Allenstein |
| Landkreise | Landkreise |
| Allenstein Johannisburg LĂśtzen Lyck Neidenburg Ortelsburg Osterode i. Ostpr. RĂśĂel (Sitz: Bischofsburg ) Sensburg | Allenstein Johannisburg LĂśtzen Lyck Neidenburg Ortelsburg Osterode i. Ostpr. RĂśĂel (Sitz: Bischofsburg ) Sensburg |
| Regierungsbezirk Gumbinnen | Regierungsbezirk Gumbinnen |
| Stadtkreise | Stadtkreise |
| Insterburg Tilsit | Memel Insterburg Tilsit |
| Landkreise | Landkreise |
| Angerburg Darkehmen Goldap Gumbinnen Insterburg Niederung [Sitz: Heinrichswalde] Pillkallen StallupĂśnen Tilsit-Ragnit [Sitz: Tilsit] Treuburg | Angerapp Angerburg Ebenrode Elchniederung [Sitz: Heinrichswalde] Goldap Gumbinnen Heydekrug Insterburg Memel SchloĂberg (Ostpr.) Sudauen Tilsit-Ragnit [Sitz: Tilsit] Treuburg |
| Regierungsbezirk KĂśnigsberg | Regierungsbezirk KĂśnigsberg |
| Stadtkreis | Stadtkreis |
| KĂśnigsberg (Pr) | KĂśnigsberg (Pr) |
| Landkreise | Landkreise |
| Bartenstein Braunsberg Fischhausen Gerdauen Heiligenbeil Heilsberg KĂśnigsberg (Pr) Labiau Mohrungen PreuĂisch Eylau PreuĂisch Holland Rastenburg Wehlau | Bartenstein (Ostpr.) Braunsberg (Ostpr.) Gerdauen Heiligenbeil Heilsberg Labiau Mohrungen PreuĂisch Eylau PreuĂisch Holland Rastenburg Samland (Sitz: KĂśnigsberg ) Wehlau |
| Regierungsbezirk WestpreuĂen (Sitz: Marienwerder) | Regierungsbezirk WestpreuĂen (Sitz: Marienwerder) |
| Stadtkreis | Stadtkreis |
| Elbing | |
| Landkreise | Landkreise |
| Elbing Marienburg (Westpr.) Marienwerder Rosenberg i. Westpr. Stuhm | |
| Regierungsbezirk Zichenau | Regierungsbezirk Zichenau |
| Landkreise | Landkreise |
| | Mackeim Mielau Ostenburg PlĂśhnen Praschnitz Scharfenwiese SchrĂśttersburg Sichelberg Zichenau |
Politik
Oberpräsidenten
1765 wurde Johann Friedrich von Domhardt Präsident der Gumbinner und KĂśnigsberger Kriegs- und Domänenkammern und damit der erste Oberpräsident in OstpreuĂen. Ihm folgte 1791 Friedrich Leopold von SchrĂśtter, der 1795 Minister fĂźr Ost- und Neu-OstpreuĂen wurde. 1814â1824 war Hans Jakob von Auerswald Oberpräsident von OstpreuĂen. Unter seinem Nachfolger Theodor von SchĂśn (1824â1842) wurden West- und OstpreuĂen zur Provinz PreuĂen vereinigt. Ihm folgten
1842â1848: Carl Wilhelm von BĂśtticher
1848â1849: Rudolf von Auerswald
1849â1850: Eduard von Flottwell
1850â1868: Franz August Eichmann
1869â1882: Karl von Horn (1872â1880 Bau des Regierungsgebäudes)
1882â1891: Albrecht von Schlieckmann
1891â1895: Udo zu Stolberg-Wernigerode
1895â1901: Wilhelm von Bismarck
1901â1903: Hugo Samuel von Richthofen
1903â1907: Friedrich von Moltke
1907â1914: Ludwig von Windheim
1914â1916: Adolf Tortilowicz von Batocki-Friebe
1916â1918: Friedrich von Berg
1918â1919: Adolf Tortilowicz von Batocki-Friebe
1919â1920: August Winnig, SPD
1920â1932: Ernst Siehr, DDP
1932â1933: Wilhelm Kutscher, DNVP
1933â1945: Erich Koch, NSDAP
Wahlen zum Provinziallandtag
An 100 % fehlende Stimmen = Nicht im Provinziallandtag vertretene Wahlvorschläge.
Landeshauptmänner des Provinziallandtages
1876â1878: Heinrich Rickert
1878â1884: Kurt von Saucken-Tarputschen
1884â1888: Alfred von Gramatzki
1888â1895: Klemens von Stockhausen
1896â1909: Rudolf von Brandt
1909â1916: Friedrich von Berg
1916â1928: Manfred von BrĂźnneck-Bellschwitz
1928â1936: Paul Blunk
1936â1939 (?): Helmuth von Wedelstädt
Wahlen zum Reichstag
Die Provinz bildete fĂźr die Wahlen zum Reichstag (Weimarer Republik) den Wahlkreis 1.
Siehe auch
:
Liste der Wahlkreise und Wahlkreisverbände der Weimarer Republik
Wirtschaft
Landwirtschaft
Bis 1945 war die Wirtschaft OstpreuĂens Ăźberwiegend agrarisch geprägt. Bodenschätze fehlten nahezu. Aufgrund der geringen BevĂślkerungsdichte von gebietsweise nur knapp 50 Menschen je km² (Stand: 1938) war der land- und forstwirtschaftliche Sektor auf den Export seiner ĂberschĂźsse angewiesen.cite-ref-52[49]
Als fruchtbar galten die Niederungsgebiete zwischen der Nogat und der Memel sowie ein Teil des Baltischen LandrĂźckens, oft mit guten LehmbĂśden. Andere Gebiete besaĂen mitunter nur dĂźrftigen Sandboden. Die Bewässerung Ăźber Seen und FlĂźsse glich den Mangel an Niederschlägen meist aus.
Nachteilig war das verhältnismäĂig kĂźhle Klima. So lag z. B. die mittlere Januartemperatur im SĂźdosten bei 5° unter Null. Die ObstblĂźte begann meist erst Ende Mai, auch das Getreide war spät erntereif. Darum lohnte es sich nicht, zwischen der Ernte des Sommergetreides und der Aussaat des Wintergetreides noch eine Zwischenfrucht zu pflanzen. Haupterzeugnisse waren Roggen und Kartoffeln. Schwach ausgebildet waren der Anbau von Flachs (KĂśnigsberg, Insterburg, Allenstein) und Tabak (Elbing).
Profitabel war die Viehwirtschaft, so die extensive Rinderzucht und damit verbunden die Herstellung von Molkereiprodukten in der Region um Tilsit. Im SĂźden OstpreuĂens verlegte man sich indes auf die reine Fleischproduktion, mit der Aufzucht von âMagerviehâ (Mastvieh), Schafen und Gänsen. Hinzu kam die Pferdezucht, wobei sich das HauptgestĂźt Trakehnen einen internationalen Ruf erwarb.
Die Forstwirtschaft profitierte von den ßppigen Laubholzbeständen im Gebiet der Seenplatte; von Bedeutung waren ebenso die Kiefernwälder im Raum Rominten-Johannisburg.
Industrie
Der Bernstein zählte zu den wenigen Bodenschätzen OstpreuĂens, gab aber nur einigen tausend Menschen Arbeit. Er wurde im Tagebau bei Palmnicken gewonnen und in der Manufaktur in KĂśnigsberg verarbeitet. Das Fehlen von Steinkohle als Energieträger behinderte den Aufbau einer nennenswerten Industrie. Das geringe Gefälle der TieflandflĂźsse machte auch die Nutzung der Wasserkraft nahezu unmĂśglich. Darum beschränkte sich das Gewerbe fast ausschlieĂlich auf die Verarbeitung der land- und forstwirtschaftlichen Rohzeugnisse in MĂźhlen, Brennereien, Stärkefabriken und Sägewerken. Zwei Ausnahmen waren der Lokomotivenbau in Elbing und der Waggon-, Lokomotiven- und Schiffsbau in KĂśnigsberg.
Hinderlich war das unzureichende Verkehrswegenetz. Die bis zu vier Monate vereisten FlĂźsse konnten nur von Fahrzeugen bis zu 400 Tonnen genutzt werden, der Oberländische Kanal verkraftete gar nur Kähne bis maximal 100 Tonnen. Den Meereszugang behinderte zudem die verhältnismäĂig starke DĂźnenbildung an der KĂźste.
Bekannte OstpreuĂen
â
Hauptartikel
:
Liste ostpreuĂischer Schriftsteller
und
Liste ostpreuĂischer KĂźnstler
Als bekannte OstpreuĂen gelten prominente Personen, die in OstpreuĂen geboren und aufgewachsen sind. Dazu gehĂśren:
⢠Lovis Corinth (1858â1925), Maler
⢠Otto von Corvin (1812â1886), Schriftsteller
⢠Marion Gräfin DĂśnhoff (1909â2002), Publizistin
⢠Johann Georg Hamann (1730â1788), christlicher Philosoph und Schriftsteller
⢠Johann Gottfried Herder (1744â1803), Dichter, Theologe, Philosoph
⢠David Hilbert (1862â1943), Mathematiker
⢠E. T. A. Hoffmann (1776â1822), Schriftsteller, Komponist und Musiker
⢠Ingo Insterburg (1934â2018), KomĂśdiant und Musiker
⢠Immanuel Kant (1724â1804), Philosoph
⢠Käthe Kollwitz (1867â1945), KĂźnstlerin
⢠Eberhard von Kuenheim (* 1928), Manager und ehemaliger Vorstandsvorsitzender der BMW AG
⢠Udo Lattek (1935â2015), FuĂballtrainer und Journalist
⢠Veruschka Gräfin von Lehndorff (* 1939), Kßnstlerin
⢠Siegfried Lenz (1926â2014), Schriftsteller
⢠Albert Lieven (1906â1971), Schauspieler
⢠Wolf von Lojewski (* 1937), Fernseh-Journalist
⢠Siegfried Maruhn (1923â2011), Journalist und Autor
⢠Erich Mendelsohn (1887â1953), Architekt
⢠Agnes Miegel (1879â1964), Schriftstellerin
⢠Armin Mueller-Stahl (* 1930), Schauspieler
⢠Hagen Mueller-Stahl (1926â2019), Theaterregisseur, Filmregisseur und Schauspieler
⢠Oskar Negt (1934â2024), Soziologe
⢠Manfred Scheffner (1939â2019), Jazz-Diskograph
⢠Heinz Sielmann (1917â2006), Tierfilmer
⢠Arnold Sommerfeld (1868â1951), Mathematiker und Physiker
⢠Georg Sterzinsky (1936â2011), rĂśmisch-katholischer Erzbischof von Berlin
⢠Heinrich August Winkler (* 1938), Historiker
Bekannte politische Personen
⢠Hannah Arendt (1906â1975), politische Theoretikerin, verbrachte ihre Jugend hier
⢠Rainer Barzel (1924â2006), Politiker (CDU)
⢠Otto Braun (1872â1955), preuĂischer Ministerpräsident (SPD)
⢠Herbert Ehrenberg (1926â2018), Politiker (SPD)
⢠Hugo Haase (1863â1919), Politiker (SPD)
⢠Leah Rabin (1928â2000), israelische Politikerin
⢠George Turner (* 1935), Wissenschaftspolitiker, Berliner Senator
⢠Hans-JĂźrgen Wischnewski (1922â2005), Politiker
Nobelpreisträger
⢠Otto Wallach (1910, Chemie)
⢠Wilhelm Wien (1911, Physik)
⢠Fritz Albert Lipmann (1953, Medizin)
Sprache
â
Hauptartikel
:
HochpreuĂisch
und
NiederpreuĂisch
Die ostniederdeutschen und ostmitteldeutschen Dialekte, die in OstpreuĂen gesprochen wurden, werden im PreuĂischen WĂśrterbuch erfasst und beschrieben.
Im Jahr 1925 gaben 97,2 % der Einwohner Deutsch, 1,8 % Masurisch, 0,9 % Polnisch und 0,1 % Litauisch als Muttersprache an.cite-ref-53[50] Auf den Nehrungen wurde unter Fischern Nehrungskurisch gesprochen.
Siehe auch
:
Walther Ziesemer
und
Erhard Riemann
Eigenart
âDen OstpreuĂen fehlt die Grazie. Sie gewinnen nicht bei ihrem Erscheinen; aber auf ihrem soliden Wesen lässt sich sicher bauen. Der OstpreuĂe ist die reinste und beste Prosanatur Deutschlands.â
â
Ferdinand Gregorovius
âDie nahezu gĂśttliche Gelassenheit kĂśnnte durchaus als ostpreuĂische NationaleigentĂźmlichkeit bezeichnet werden.â
â
Hans Hellmut Kirst
Siehe auch
Museen und Archive
Literatur
⢠Vollständige und neueste Erdbeschreibung der PreuĂischen Monarchie und des Freistaates Krakau, bearbeitet von G. Hussel. Weimar 1819, S. 531â568.
⢠Hartmut Boockmann: OstpreuĂen und WestpreuĂen. In: Deutsche Geschichte im Osten Europas. Siedler, Berlin 1992, ISBN 3-88680-212-4.
⢠KĂśnigl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vorläufige Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1890 im KĂśnigreiche PreuĂen sowie in den FĂźrstenthĂźmern Waldeck und Pyrmont, Berlin 1891, S. 1â4 (Google Books).
⢠Richard Jepsen Dethlefsen: Das schĂśne OstpreuĂen. R. Piper, MĂźnchen 1916. (online auf einer privaten Website (Memento vom 19. Februar 2014 im Internet Archive))
⢠Wilhelm Gaerte: Urgeschichte OstpreuĂens. KĂśnigsberg 1929
⢠Yorck Deutschler: Die Aestii â Bezeichnung fĂźr die heutigen Esten Estlands oder die untergegangenen Pruzzen OstpreuĂens. In: Die Singende Revolution â Chronik der Estnischen Freiheitsbewegung (1987â1991). Ingelheim, März 1998/Juni 2000, ISBN 3-88758-077-X, S. 196â198.
⢠RĂźdiger DĂśhler: OstpreuĂen nach dem Ersten Weltkrieg. Einst und Jetzt, Bd. 54 (2009), S. 219â235.
⢠Andreas Ehrhard (Fotos), Bernhard Pollmann (Text): OstpreuĂen. Bruckmann, MĂźnchen 2004, ISBN 3-7654-3877-4. (Länderporträt, aktuelle Bilder aus dem ehemaligen OstpreuĂen)
⢠Klaus von der Groeben: Das Land OstpreuĂen. Selbsterhaltung, Selbstgestaltung, Selbstverwaltung 1750 bis 1945. Lorenz-von-Stein-Institut fĂźr Verwaltungswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 1993. (Quellen zur Verwaltungsgeschichte Nr. 7)
⢠Klaus von der Groeben: Verwaltung und Politik 1918â1933 am Beispiel OstpreuĂens. Kiel 1998.
⢠Emil Johannes Guttzeit: OstpreuĂen in 1440 Bildern. Geschichtliche Darstellungen. Leer 1972â1984, Rheda-WiedenbrĂźck/GĂźtersloh 2001, WĂźrzburg 2001, Augsburg 2006.
⢠Emil Johannes Guttzeit: OstpreuĂische Städtewappen. Hrsg.: Landsmannschaft OstpreuĂen, Abt. Kultur, Waiblingen 1981.
⢠August Karl von Holsche: Geographie und Statistik von West- SĂźd- und Neu- OstpreuĂen. Nebst einer kurzen Geschichte des KĂśnigreichs Polen bis zu dessen Zertheilung. 2 Bände. Berlin 1800 und 1804. (online in der Kujawsko-Pomorska Digitalen Bibliothek)
⢠Andreas Kossert: OstpreuĂen. Geschichte und Mythos. Siedler, MĂźnchen 2005, ISBN 3-88680-808-4 bzw. 1. Auflage, Pantheon, MĂźnchen 2008, ISBN 978-3-570-55020-5.
⢠Andreas Kossert, JĂśrn Barfod, Arnold Bartetzky, Hans J. BĂśmelburg, JĂłzef Borzyszkowski, Bertram Faensen, JĂśrg Hackmann, Christoph Hinkelmann, Malgorzata Jackiewicz-Garniec, Gennadij Kretinin, Heinrich Lange, Ruth Leiserowitz, Peter Letkemann, Marc LĂśwener, Janusz Maek, Angelika Marsch, Martynas Purvinas, Milo eznĂk, Rainer Slotta, Heiko Stern: Kulturlandschaft Ost- und WestpreuĂen. Deutsches Kulturforum Ăśstliches Europa e. V., 1. Auflage, 2005, ISBN 3-936168-19-9.
⢠Adam Kraft, Rudolf Naujok: OstpreuĂen â Mit WestpreuĂen / Danzig und Memel. Ein Bildwerk der unvergessenen Heimat mit 220 Aufnahmen. 5. Auflage, Adam Kraft Verlag, Mannheim 1978, ISBN 3-8083-1022-7.
⢠Hans Kramer: Elchwald. Der Elchwald als Quell und Hort ostpreuĂischer Jagd. 2. Auflage. Jagd- und Kulturverlag, Sulzberg im Allgäu 1985, ISBN 3-925456-00-7 (dritter Teil der so genannten âOstpreuĂen-Trilogieâ).
⢠Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister OstpreuĂen. EinschlieĂlich des Memelgebiets, des Soldauer Gebiets und des Regierungsbezirks WestpreuĂen (1919â1939). Slices Of Life-Verlag, KĂśnigslutter 2005, ISBN 3-934652-49-2.
⢠Ruth Leiserowitz: Sabbatleuchter und Kriegerverein: Juden in der ostpreuĂisch-litauischen Grenzregion 1812â1942. Fibre Verlag, OsnabrĂźck 2010, ISBN 978-3-938400-59-3.
⢠Klaus-JĂźrgen Liedtke: Die versunkene Welt. Ein ostpreuĂisches Dorf in Erzählungen der Leute. Eichborn, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-8218-6215-6.
⢠Freya Klier: Wir letzten Kinder OstpreuĂens: Zeugen einer vergessenen Generation, Verlag Herder, Freiburg 2014, ISBN 978-3-451-30704-1.
⢠Herbert Ludwig: Studienfahrten und Erlebnisse in OstpreuĂen. Deutsche Corpszeitung, 46. Jg. (1930), S. 353â361; 47. Jg. (1930), S. 6â8.
⢠Fritz Mielert: OstpreuĂen. Nebst dem Memelgebiet und der Freien Stadt Danzig. In: Monographien zur Erdkunde, Bd. 35. Velhagen & Klasing, Bielefeld 1926 (Nachdruck: BechtermĂźnz, Augsburg 1999, ISBN 3-8289-0272-3).
⢠Ernst Opgenoorth (Hrsg.): Handbuch der Geschichte Ost- und WestpreuĂens. Herausgegeben im Auftrag der Historischen Kommission fĂźr ost- und westpreuĂische Landesforschung. Institut Nordostdeutsches Kulturwerk, LĂźneburg.
⢠Bd. 2, Teilband 1: Von der Teilung bis zum Schwedisch-Polnischen Krieg. 1994.
⢠Bd. 2, Teilband 2: Vom Schwedisch-Polnischen Krieg bis zur Reformzeit, 1655â1807. 1996.
⢠Bd. 3: Von der Reformzeit bis zum Vertrag von Versailles 1807â1918. 1998.
⢠Bd. 4: Vom Vertrag von Versailles bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1918â1945. 1997.
⢠Humor aus OstpreuĂen, Anthologie, Verlag Rautenberg, WĂźrzburg 2003, unveränderte Neuausgabe, ISBN 978-3-8003-3073-7.
⢠Christian Papendick: Der Norden OstpreuĂens. Land zwischen Zerfall und Hoffnung. Eine Bilddokumentation 1992â2008. Husum Verlag, Husum 2009, ISBN 978-3-89876-232-8.
⢠Jan Przypkowski (Hrsg.): Ostpreussen â Dokumentation einer historischen Provinz. Die photographische Sammlung des Provinzialdenkmalamtes in KĂśnigsberg. Warschau 2006, ISBN 83-89101-44-0.cite-ref-54[Anmerkungen 4]
⢠Christian Saehrendt: Der Horror vacui der Demographie: 100 Jahre Abwanderung aus dem deutschen Osten. In: Tel Aviver Jahrbuch fĂźr deutsche Geschichte, 35, 2007, S. 237â250.
⢠Klaus Schwabe (Hrsg.): Die preuĂischen Oberpräsidenten 1815â1945 (= Deutsche FĂźhrungsschichten in der Neuzeit. Bd. 15 = BĂźdinger Forschungen zur Sozialgeschichte. 1981). Boldt, Boppard am Rhein 1985, ISBN 3-7646-1857-4.
⢠Robert Traba: OstpreuĂen â die Konstruktion einer deutschen Provinz. Eine Studie zur regionalen und nationalen Identität 1914â1933, aus dem Polnischen von Peter Oliver Loew. Fibre Verlag, OsnabrĂźck 2010, ISBN 978-3-938400-52-4.
⢠George Turner: Die Heimat nehmen wir mit. Ein Beitrag zur Auswanderung Salzburger Protestanten im Jahr 1732, ihrer Ansiedlung in OstpreuĂen und der Vertreibung 1944/45 am Beispiel der Familie Hofer. 3., Ăźberarbeitete und erweiterte Aufl. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-8305-1900-3.
⢠Hermann PĂślking: OstpreuĂen â Biographie einer Provinz. Be.bra-Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-89809-094-0.
⢠Johann Friedrich Goldbeck: Vollständige Topographie des KĂśnigreichs PreuĂen. Teil I: Topographie von OstpreuĂen. KĂśnigsberg/Leipzig 1785, Nachdruck Hamburg 1990 (Google Books).
⢠Otto Wiechert: Heimatatlas fĂźr OstpreuĂen. Verlag List und von Bressensdorf, Leipzig 1926. Neuauflage Weltbild 2011, ISBN 978-3-8289-0908-3.
⢠AltpreuĂische Biographie. Hrsg. im Auftrag der Historischen Kommission fĂźr Ost- und Westpreussische Landesforschung von Klaus BĂźrger. Zu Ende gefĂźhrt in Zusammenarbeit mit Joachim Artz von Bernhart Jähnig. Elwert, Marburg 1936 ff. 2 Bde. (1936â1967), 3 Ergänzungsbände erschienen (Stand 2015).
⢠Richard Lakowski: OstpreuĂen 1944/45. Krieg im Nordosten des Deutschen Reiches. Ferdinand SchĂśningh, Paderborn 2016, ISBN 978-3-506-78574-9.
⢠Kurt Dieckert / Horst Grossmann: Der Kampf um Ostpreussen. Mßnchen 1960, ISBN 3-87943-436-0.
⢠Heinz SchĂśn: OstpreuĂen 1944/45 in Bildern, Endkampf â Flucht â Vertreibung. Kiel 2007, ISBN 978-3-88741-089-6.
⢠Ludger Tewes: Die Panzergrenadierdivision âGrossdeutschlandâ im Feldzug gegen die Sowjetunion 1942 bis 1945. Essen 2020, ISBN 978-3-8375-2089-7, S. 513â726 (Schlacht, Kämpfe und RĂźckzĂźge von Jan. bis April 1945 in OstpreuĂen dazu 8 farbige Lagekarten vom Zentrum fĂźr Militär- und Sozialgeschichte der Bundeswehr in Potsdam).
⢠Christian Graf von Krockow: Begegnung mit OstpreuĂen, dtv, 1995.
Weblinks
Commons
: East Prussia
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: OstpreuĂen
â Quellen und Volltexte
Wiktionary: OstpreuĂen
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Literatur von und Ăźber OstpreuĂen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten in der Erinnerungskultur (Konrad-Adenauer-Stiftung) (PDF; 522 kB)
⢠ostpreussen.net
⢠Fotos von OstpreuĂen (Bildarchiv OstpreuĂen)
⢠Städtewappen OstpreuĂens
⢠Provinz OstpreuĂen (mit alten Ansichtskarten)
⢠Landeshauptmänner OstpreuĂens
Anmerkungen
cite-note-5Anmerkungen 1. â Die Germania des Tacitus Vers 45: â[âŚ] Weiter nun werden an der rechten KĂźste des Suevenmeeres der Aestier VĂślkerschaften bespĂźlt, deren Gebräuche und ganzes AeuĂere wie der Sueven sind, die Sprache näher der britannischen. Sie verehren die GĂśttermutter. Als Abzeichen dieses Glaubens tragen sie Eberbilder; dieĂ, statt Waffen und Schutz von Allen, stellt den Anbeter der GĂśttin auch mitten unter Feinden sorglos sicher. Selten ist des Eisens, häufig der KnĂźttel Gebrauch. Getreide und die andern FeldfrĂźchte bauen sie mit einer fĂźr die gewohnte Trägheit der Germanen groĂen Geduld. Indessen auch das Meer durchsuchen sie und sammeln, unter allen die Einzigen, zwischen Untiefen und am Strande selbst, den Bernstein, bei ihnen Gläsum genannt.â
cite-note-33Anmerkungen 2. â Es gab auch eine privat organisierte OstpreuĂenhilfe während des Ersten Weltkrieges.
cite-note-43Anmerkungen 3. â Andreas Kossert: Masuren, OstpreuĂens vergessener SĂźden. S. 363, 364: âĂhnlich wie die NS-Volkslisten seit 1939 im Reichsgau Wartheland und in Danzig-Westpreussen die Germanisierbarkeit der dort lebenden Deutschen und kleiner polnischer Gruppen festgelegt hatte, indem sie sie nach einem biologischen Rassismus in vier Kategorien einteilten, nahm die polnische Provinzverwaltung nach 1945 eine Klassifizierung der Bewohner Masurens nach einem ethnischen Rassismus vor.â
cite-note-54Anmerkungen 4. â Die Sammlung wird vom Deutschen Historischen Institut Warschau, vom Institut fĂźr Kunstforschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften, vom Staatsarchiv Allenstein und vom Museum fĂźr Ermland und Masuren herausgegeben. Die CD mit 7.900 Bildern ist beim Deutschen Kulturforum Ăśstliches Europa e. V. in Potsdam erhältlich.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Sebastian Haffner: PreuĂen ohne Legende, S. 30.
cite-note-k30-22. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, C.H. Beck, MĂźnchen 2014, S. 30.
cite-note-33. â Jan BaĹdowski: Ermland und Masuren. ISBN 3-87466-173-3, S. 16â17.
cite-note-44. â Braunswalde Willenberg bei Marienburg Gräberfeld
cite-note-65. â Andreas Kossert: OstpreuĂen. Geschichte und Mythos. Siedler, MĂźnchen 2005, S. 33.
cite-note-76. â Andreas Kossert: OstpreuĂen. Geschichte einer historischen Landschaft, S. 16.
cite-note-k16-18-87. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 16â18.
cite-note-98. â Maria Bogucka, Klaus Zernack: Um die Säkularisation des Deutschen Ordens in PreuĂen. Die Krakauer Huldigung (= Deutsche und Polen â Geschichte einer Nachbarschaft, Teil B 3). Hahn, Hannover 1996, ISBN 3-88304-123-8.
cite-note-k20-109. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 20.
cite-note-k25-1110. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 25.
cite-note-k26-28-1211. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 26 u. 28.
cite-note-k18-19-1312. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 18/19.
cite-note-1514. â Gerd Heinrich: Geschichte PreuĂens. Staat und Dynastie, Ullstein 1984, Frankfurt/Main, Berlin, Wien, S. 132.
cite-note-1615. â Wolfgang Neugebauer: Geschichte PreuĂens. Olms, ZĂźrich, New York 2004, ISBN 978-3-487-11970-0, S. 57.
cite-note-haf123-1716. â Sebastian Haffner: PreuĂen ohne Legende, S. 123.
cite-note-1817. â X. von Hasenkamp: OstpreuĂen unter dem Doppelaar. Historische Skizze der russischen Invasion in den Tagen des siebenjährigen Krieges. KĂśnigsberg 1866 (Vollansicht).
cite-note-haf174-1918. â Sebastian Haffner: PreuĂen ohne Legende, S. 174.
cite-note-haf175-2019. â Sebastian Haffner: PreuĂen ohne Legende, S. 175.
cite-note-k37-2120. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 37.
cite-note-haf179-80-2221. â Sebastian Haffner: PreuĂen ohne Legende, S. 179 f.
cite-note-k52-2322. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 52.
cite-note-2423. â Ralph Giordano: OstpreuĂen ade, dtv, 1997, S. 47â52: Dreck, Läuse und Juden
cite-note-k61-2524. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 61.
cite-note-k60-2625. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 60.
cite-note-k62-63-2726. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 62/63.
cite-note-k66-2827. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 66.
cite-note-k65-2928. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 65
cite-note-k58-3029. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 58.
cite-note-k64-3130. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 64.
cite-note-3231. â Bundesarchiv: OstpreuĂenhilfe
cite-note-k68-69-3432. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 68/69.
cite-note-3533. â Statistisches Jahrbuch fĂźr das Deutsche Reich, 1931.
cite-note-k73-3634. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 73.
cite-note-k74-75-3735. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 74/75.
cite-note-k76-78-3836. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 76â78.
cite-note-k78-3937. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 78.
cite-note-k78-80-4038. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 78â80.
cite-note-k84-86-4139. â Andreas Kossert: OstpreuĂen â Geschichte einer historischen Landschaft, S. 84â86.
cite-note-4240. â Martin Bergau: Der Junge von der BernsteinkĂźste, Deutsche Literatur- und Verlagsgesellschaft, Berlin 2012.
cite-note-4441. â Richard Blanke: Polish-speaking Germans? Language and national identity among the Masurians since 1871. 2001, ISBN 3-412-12000-6, S. 285.
cite-note-4542. â Andreas Kossert: OstpreuĂen. Geschichte und Mythos. Pantheon, MĂźnchen 2008, S. 354.
cite-note-4643. â Andreas Kossert: OstpreuĂen. Geschichte und Mythos. S. 353.
cite-note-4744. â Andreas Kossert: Masuren. S. 366.
cite-note-4845. â Vgl. Norbert B. Wagner: Reine Staatslehre. Staaten, Fictitious States und das Deutschland-Paradoxon, Band 2 (= Juristische Schriftenreihe, Bd. 278), Lit Verlag, MĂźnster 2015, ISBN 978-3-643-13091-4, S. 865.
cite-note-4946. â Vgl. Adolf Laufs: Rechtsentwicklungen in Deutschland. 5., Ăźberarb. und um ein Kapitel (DDR) erg. Auflage, de Gruyter, Berlin/New York 1996, ISBN 3-11-014620-7, S. 399.
cite-note-demand-501. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 31. Juli 2015; abgerufen am 2. Juni 2015.
cite-note-5148. â H. Gruber: Kreise und Kreis-Grenzen Preussens vornehmlich die Ost-Preussens geographisch betrachtet. Basch & Co., Berlin 1912, S. 47 f.
cite-note-5249. â Walter Golze: Deutschlands Wirtschaft und die Welt. 4. Auflage, Teubner, Leipzig und Berlin 1938.
cite-note-5350. â Zur Volkszählung von 1925 siehe Der GroĂe Brockhaus, 15. Auflage, 13. Band, S. 838.